Holger Wurst: Kein Kaffee im Praktikum

Kein Kaffe im Praktikum.

Zumindest nicht die Zubereitung dessen. Holger Wurst, Projektleiter und Grafiker bei der Quadriga Games GmbH in Potsdam hat sich seinen Einstieg in die Spieleindustrie ganz anders vorgestellt. Statt Kaffee zu kochen oder ein ähnliches Nischendasein zu fristen, wurde er gefördert und voll eingebunden.

Das ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie geradlinig der Einstieg in die Welt der Produktion digitaler Spiele sein kann:

Am Anfang habe ich befürchtet, dass mein Skill in allen Belangen viel zu niedrig sei. Werden meine Grafiken belächelt? Sind meine 3D Modelle falsch? Macht das, was ich schreibe überhaupt einen Sinn? Oder ist meine Planung nicht doch katastrophal? Ich war am Anfang sehr selbstkritisch und verunsichert. Ich hatte in diesem Segment ja noch nie professionell gearbeitet und hörte immer nur, wie hart umkämpft die Arbeitsplätze in der Spielebranche seien. Ich habe fest damit gerechnet, immer nur „Kaffee zu machen“ und „Post wegzubringen“. Was ist dann passiert? Ich habe sehr schnell Verantwortung bekommen und wurde immer mehr an wichtige Teile der Projekte gelassen. Ich habe dabei auch nicht ein einziges mal für die Mülltonne gearbeitet. Klar waren die Grafiken am Anfang schlecht, die Modelle unbrauchbar und meine Konzepte unschlüssig. Aber nur so lernt man, wie es richtig geht. Keiner wird einem Neueinsteiger den Kopf abreißen, im Gegenteil. Man wird gefördert und motiviert, um über kurz oder lang das Beste aus sich heraus zu holen und ein produktives Team-Mitglied zu werden.

Mehr darüber in “Mysterium Spieleentwickler“…